GESCHICHTE:

Die erste Eintragung über die brasilianischen Vögel fand im Jahre 1500 statt. Damals hat Pero Vaz de Caminha, der Schreiber der portugiesischen Flotte die unser Land für Europa entdeckte, Vögel wie “furabuchos” (Bauchbohrer), Araren, Tauben und Papageien beschrieben (Pinto, 1942). Über die Vögel im Norden des Landes, schrieb der portugiesische Pfarrer Fernão Cardim das Buch: “Do Clima e Terra do Brasil” (Über Land und Klima in Brasilien). Er ist im Jahr 1583 nach Brasilien gekommen, und war der erste der die Tiere an der Küste Brasiliens beschrieb. Ambrósio Fernandes Brandão, ein Portugiese der in Pernambuco wohnte, veröffentlichte 1618 das Buch “Diálogo das Grandezas do Brasil” (Dialog über die Größen Brasiliens). In seinem Buch beschrieb er das Verhalten einiger brasilianischer Vögel (Pinto, 1979). Während der holländischen Besatzung im Nordosten Brasiliens haben einige Künstler und Wissenschaftler die mit Prinz Moritz von Nassau kamen, wichtige Auskünfte über die tropischen Tiere registriert. Der deutsche Wissenschaftler George MarcGrave (Ihering, 1914) bereiste das Hinterland der Bundesstaaten Pernambuco, Rio Grande do Norte und Paraíba und veröffentlichte danach seine Untersuchungen “Historia Rerum Naturalium Brasilae” (Paiva, 1987). In seinem fünften Buch beschrieb er 174 Arten von Vögeln, wovon 149 identifiziert waren (Orem, 1990). 1816 ist der englische Wissenschaftler William Swaison nach Pernambuco und Bahia gekommen, wo er wissenschaftliche Proben erntete, um sein Buch “Birds of Brazil” zu veröffentlichen.

Wichtige Werke über die Vögel im Bundesstaat Pernambuco begannen im Jahr 1881 durch den britischen Anatomisten William H. Forbes, der 116 Arten von Vögel beschrieb. Zwischen Jahren 1892 und 1893 arbeitete der französische Entomologe Edmond Gounelli in Pernambuco, wo er einige Arten von Kolibris untersuchte (Sick, 1985). 1903 Otmar Reiser und Robert sammelten Tiere aus Recife, São Lourenço und Petrolina und von 1926 bis 1931 der Deutsche Emil Kaempfer, eine große Sammlung für das Amerikanische Museum der Naturwissenschaften. 1933 hat der deutsche Lehrer vom Ginásio Pernambucano, Theodor Kadletz, ein Buch über die Vögel der Gegend veröffentlicht. 1939 hat Elsie N. B. Naumburg ein Werk veröffentlicht über Reisen und Sammlungen von Emil Kaempfer.
Ein guter Beitrag kam von Olivério Pinto (Zoologisches Museum der Universität São Paulo). In 1940 veröffentlichte er sein Buch “Aves de Pernambuco” (Vögel von Pernambuco) mit 212 Arten. 1946 Herbert Berla vom Nazionalen Museum ist nach Pernambuco gekommen wo er 161 Arten von Vögel beschrieb. John Zimmer in 1947 und Donald Lamm in 1948 haben einige Noten veröffentlicht, über die Vögel in Pernambuco. Ihre Werke beschränkten sich nur über die Sammlung von Tieren und Beobachtungen im Feld. Das Markieren von Vögeln mit Ringen begann in Pernambuco durch den amerikanischen Forscher Thomas Gula im Jahr 1978, in Tapacurá Damm (neben São Lourenço da Mata). Andere Markierungen begannen gleichzeitig durch den Lehrer Artur Galileu de Miranda Coelho von Pernambucos Universität, Tierkundeabteilung, im Naturreservat Saltinho (Rio Formoso) und in Serra dos Cavalos (in der Nähe von Caruaru). Andere Forscher haben auch Markierungen gemacht, wie Severino Mendes de Azevedo Júnior, auf der Insel Coroa do Avião, in Itamaracá.

1986 wurde der Verein OAP (Observadores de Aves de Pernambuco), auf Deutsch, Vogelbeobachter von Pernambuco, gegründet. Manuel Toscano de Brito und Gustavo Pacheco waren die Schöpfer. OAP war der erste Vogelbeobachterverein in Pernambuco. Unser Ziel ist die Erforschung der Vögeln in Pernambuco die Ornithologie in unserem Bundesstaat bekannt zu machen. Wir fördern auch Kontakte mit ausländischen Vogelbeobachtern.

WER SIND WIR?

OAP – Observadores de Aves de Pernambuco (Vogelbeobachterverein von Pernambuco) ist eine Nichtstaatliche Organisation im Bundesstaat Pernambuco, Brasilien, mit mehr als dreissig Mitgliedern die Vögel beobachten, ein Zeitvertreib für jedes Alter geeignet. Wir lehren die Jungen die Natur zu respektieren, und bieten gleichzeitig gute Gelegenheiten, gesunde Kontakte mit der Umwelt haben, wie zum Beispiel:

- Wälder
- Felder
- Strände
- Wüsten
- Watt
- Gebiete neben Flüssen, Teichen, Wasserfällen, Dämme, Meer.
- Hinterland Gegenden, wie Farmen, Berge, Obstgärten und Pflanzungen.
- Platzen in der Stadt
- Umweltschutz Wälder

Die Erfahrung mit Vogelbeobachtung ist immer Befriedigend, besonders wenn wir seltene, schöne und interessante Arten von Tieren entdecken. Vielen Anfänger die nichts über Vögel wussten, begannen in kurzer Zeit ihre Gesänge, wissenschaftliche Namen und Gewohnheiten zu erkennen. Andere haben sich so in die Tiere verliebt, daß sie sogar Reisen in ferne Gebiete unternahmen, um verschiedene Arten von Vögeln zu beobachten. Sie kaufen teure Ferngläser, Fotoapparate, Bücher, Karten, Mikrophone, und sie ernten Lob von Spezialisten dieser wunderschönen Wissenschaft namens Vogelkunde. Diese Wissenschaft wird seit 40er Jahren in Europa, Japan und USA praktiziert. Es gibt weltweit hunderte von Vogelbeobachtervereine und mehr als 80 Millionen Leute sind damit beschäftigt. Diese Vereine sind von Forschungsinstituten und Universitäten als wichtige Mitarbeiter anerkannt.

DIE WICHTIGKEIT DER VÖGEL:

Vögel sind wichtig für die Natur und für den Menschen. Sie machen unser Leben besser auf verschiedene Weisen: die Vögel ernähren sich von Insekten die unsere Pflanzungen schädigen. Tiere wie Eulen verfolgen und töten kleine Tiere die schädlich für Menschen sind, wie Ratten, Mäusen, Schlangen, Insekten. Die Vögel bestäuben Blumen und verstreuen Kerne von Obstbäumen, die wichtig für unsere Ernährung sind. Sie belustigen unsere Leben mit ihren schönen Farben, und besonders mit ihren fröhlichen Gesängen. In Brasilien wird der 5. Oktober als „Tag der Vögel“, nach dem Gesetz 63.234 vom 12 September 1968, gefeiert. Den brasilianischen Vogelbeobachtern und Ornithologen Johan Dalgas Frisch, Guilherme Macedo Kawall und Wilson Mendonça Florim haben wir diese Anerkennung zu verdanken.

VÖGEL IN BEDROHUNG

Die wichtigsten Bedrohungen für Vögel sind:

- Umweltschäden, Abholzung von Wäldern
- unkontrollierte Jagd
- illegaler Fang und Schmuggel von Tieren
- Verfolgung von Vögeln die Pflanzungen schaden
- Wasserverschmutzung
- Giftige Produkte in der Landwirtschaft
- Zerstörung von Nestern und Schlafbäumen

In Brasilien gibt es heutzutage 1.796 Arten von Vögeln. Im Bundesstaat Pernambuco gibt es hunderte von Arten, davon sind mindestens 21 Aussterbensgefahr.

Übersetzung: aus dem brasilianischen Portugiesisch von Afonso M. C. Amorim
Kontakt: aamorim@nb.com.br

 
     
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